Deutscher Fantasy Preis 2016

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DER ROMAN VOM RASENDEN ROLAND

Der »Orlando furioso«des italienischen Dichters Ludovico Ariosto erschien erstmals im Jahr 1516 als Gedicht mit mehr als viertausend Strophen. Inzwischen gilt dieses Werk als unterhaltsamstes Epos der Weltliteratur – voller rätselhafter Verwicklungen, phantastischer Szenen, erotischer Abenteuer und satirischer Zeitkritik. Und alles nur deshalb, weil starke und stolze Graf Orlando vor Eifersucht seinen Verstand verliert. Um den zu finden kämpft eine Gruppe von eigenwilligen und zumeist unsterblich verliebten Paladinen vom Hof Karls des Großen in Paris (den es historisch ebensowenig gab wie ein Schießgewehr mit deutscher Technik) mit scharfem Schwert und der Hilfe von Feen und Zauberern gegen Intrigen, Verrat und Verbrecher, feindliche Heere und dämonische Monster. Auch tapfere Heldinnen spielen gleichberechtigt in den ineinander verstrickten Handlungssträngen mit. All das gelingt so faszinierend, dass schon Shakespeare und Tolkien, Umberto Eco oder Monty Python regelrecht süchtig nach den phantastischen Geschichten waren. Zum Jubiläum legen Thomas R.P. Mielke und Astrid Ann Jabusch die einzige und speziell für Emons überarbeitete deutsche Roman-Version vor.